Die erste Hürde ist gefallen

von Roger Züger

Mathias Huber findet in den Play-offs zur alten Stärke: zwei Tore und ein Assist gehen auf seine Kappe. // Bild Roger Züger

Die Red Devils bezwangen Herisau im Play-off-Halbfinal zum Zweiten und ziehen in den Final. Für Herisau ist die erste Saisonniederlage zu Hause gleichwohl das Saisonende.

Als erste Mannschaft der 1. Liga Play-offs zogen die Red Devils bereits am Samstag in den Final ein. Auswärts bezwangen die Schwyzer Herisau gleich mit 8:2 und fuhren nach dem 6:4 vor Wochenfrist den zweiten Sieg in der Best-of-three-Serie ein. Trotz des hohen Resultats lag es nicht an einem einzigen Akteur der Teufel – es war das Kollektiv, das von A bis Z überzeugte. Assistenz-Trainer Beni Benz sagte nach der Partie: „Das war Hohe Schule – die beste Partie, die wir diese Saison abgeliefert haben.“ Herisau kämpfte indes tapfer, haderte aber über weite Strecken mit dem Defensiv-Bollwerk der Roten Teufel. Sogar in nummerischer Überzahl kamen die Appenzeller zu keinem Torerfolg, liessen vier Zweiminutenstrafe der Devils ungenutzt.

Das Kunststück noch ausgebaut

Es schien, als war das Konzept Herisau` bereits nach 20 Minuten komplett über den Haufen geworfen worden. Denn die Märchler starteten mit einem Offensiv-Feuerwerk in die Partie. Jud, Patrick Bamert, Huber und Roger Züger drehten das Skore auf 4:0 hoch; die Devils waren zweikampfstärker, dem Gegner immer einen Schritt voraus und agierten um einiges effizienter. Herisau widerfuhr ein Déjà-vu: Denn auch im ersten Spiel lag der Herausforderer mit 0:3 im Hintertreffen. Aber anders als in der ersten Play-off-Partie, zogen die Teufel ihr Spiel in eindrücklicher Manier durch – das Devils-Kunststück war perfekt. Den Gastgebern blieb das Glück mit drei Stangentreffern verwehrt. Und das Tor zum 2:6 in der 54. Minute war mehr oder weniger nur Resultatskosmetik. Zu stark war das Märchler-Kollektiv.

Patrick Bamert: ein Jungspund mit viel Potenzial. Er hämmerte den Ball in der 60. Minute ins Lattenkreuz - fälschlicherweise wurde der Treffer Roman Schnyder zugeschrieben. // Bild Rico Züger

Die Zukunft scheint rosig

Herisau bündelte ihre Kräfte weitgehend und agierte mit zwei Linien. Hingegen setzte Red Devils Trainer Marco Molinari kontinuierlich auf drei Linien – darunter ein „Baby-Block“: Philipp Marty, Kevin Schellenberg und Raphael Bamert (alle Jahrgang 1992) sowie die U21-Junioren Silas Forrer und Patrick Bamert (1994), jünger geht es eigentlich fast nicht. Aber die dritte Geige der Devils spielte nicht nur mit, sondern setzte einige Akzente und hat massgeblichen Anteil am Finaleinzug. Entwickeln sich die Jungspunde in diesem Tempo weiter, stehen der ersten Mannschaft rosige Zeiten bevor. Nach dem NLB-Abstieg ziehen die Teufel nun zum zweiten Mal infolge in den 1. Liga Play-off-Final. Die Serie startet am nächsten Wochenende.

 

Herisau – Red Devils 2:8

Sportzentrum Herisau, 260 Zuschauer, SR Büschlen/Büschlen

Tore: 6. Jud (Huber) 0:1. 13. Patrick Bamert (Forrer) 0:2. 17. Huber (Buser) 0:3. 21. Roger Züger (Hess) 0:4. 23. Chris Eschbach (Jeannot Eschbach) 1:4. 34. Huber (Marcel Züger) 1:5. 47. Marcel Züger (Keller) 1:6. 54. Meier (Brunner) 2:6. 60. (59:17) Jud (Buser) 2:7. 60. (59:29) Schnyder (Schellenberg) 2:8.

Red Devils: Mäder; Ruoss, Rüttimann; Marcel Züger, Roger Züger, Yanik Hess; Vogt, Hürlimann; Jud, Buser, Huber; Schellenberg, Marty; Raphael Bamert, Patrick Bamert, Forrer; Fagagnini, Schnyer, Keller, Patrick Züger (ET)

Herisau: Hug, Schwarz, Chris Eschbach, Hess, Romualdi, Meier, Huber, Stern, Brunner, Waldvogel, Adrian Rüesch, Gemperle, Lucas Rüesch, Di Lena, Käser, Holenstein, Nüesch, Hess, Knecht, Jeannot Eschbach

Bemerkung: Red Devils ohne Romer, Friedlos und Gnos (überzählig), Wildhaber (krank), Kizkin (verletzt). Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Red Devils, 2mal 2 Minuten gegen Herisau.

Zurück